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Kritik? Kritik …

Kritik ist gut – sie bringt einen weiter, lässt einen über Geschriebenes, Gesagtes, Getanes nachdenken, macht einen mitunter klüger und weiser, trägt zur Entwicklung bei und macht uns besser. „Kritiker“, so stellt dann auch einst Benjamin Franklin fest, „sind gute Freunde, die uns auf Fehler hinweisen.“ Mit anderen Worten: Wer Kritik nicht erträgt, erträgt auch seine Freunde nicht (oder hat vielleicht keine?). Nun, wie immer bei allem: Jede Medaille hat zwei Seiten … Kritik, respektvoll und höflich hervorgebracht, gern auch einmal etwas lauter, schlucken wir doch alle, nicht immer gern, aber doch offen in der Sache.

„Kritik“ allerdings, die beleidigend, gedankenlose und inhaltsbefreit daher kommt, weil es der andere einfach nur mal wieder besser weiß und nicht wirklich nachdenkt, was er da absondert, sollte man getrost vergessen.  Und zwar am besten sofort. Sie bringt nicht weiter, stört und macht weder klüger noch weiser. Und doch … nicht immer gelingt es, solchen Anwürfen auszuweichen. Sie „touchen“ uns, tun weh und nagen an uns. Sie versauen uns den Tag, vergiften die Atmosphäre und hängen uns nach. Besonders dann, wenn man nicht wirklich reagieren kann, weil die geäußerte Kritik per Mail, nicht selten einfach weiter geleitet, auf unserem Bildschirm landet.

Ich habe in solchen Fällen nur ein probates Mittel: Mund abwischen, weiter machen … und – wenn der Tag zu Ende geht – ein Glas Champagner, ein Bad einlassen, Duftkerzen entzünden … und sich der Lieblingsserie hingeben.

In diesem Sinne: Alles wird gut.

 

SusanneFiederer

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