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Rebsorten, die man kennen sollte … Part II

Barbera – die Rebsorte aus Piemont

Die Rebsorte Barbera ist eine sehr hochwertige Rebsorte, die schon im 13. Jahrhundert im Piemont angebaut wurde. Schon lange beschränkt sich die Traube nicht mehr nur auf Piemont, sondern ist mittlerweile in ganz Italien verbreitet. Die ertragsstarke und anpassungsfähige Sorte liegt nach der Montepulciano und der Sangiovese sogar auf dem dritten Platz der am weit verbreitetsten Rebsorten Italiens.

Außerhalb Italiens wird die Rebsorte heute auch in Argentinien, Mexiko, Australien, Kalifornien, Brasilien, Südafrika, Uruguay, Israel und Rumänien angebaut.

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Rebsorten, die man kennen sollte…

Mal wieder gestöbert bei Rebe und Traube und das gefunden:

Bacchus: Der göttliche, aromatische Geselle

Eine tolle Frucht, ein kräftiges, markantes Aroma und nur wenig Säure: Die kleine, aber feine weiße Rebsorte Bacchus erinnert an den Gott des Weines und des Rausches in der griechischen Mythologie.

Bei den Römern war Bacchus als Name des ursprünglichen italischen Gottes des Weines und der Fruchtbarkeit gebräuchlich. Mit einem Glas Bacchus diniert man also praktisch Seite an Seite mit einer echten Gottheit, die weiß, was schmeckt.

Dabei kann es gerne auch ein Gläschen mehr sein, denn wenig Säure heißt auch weniger Sodbrennen.

Mittelkräftig, aromatisch und fruchtig

Die in manchen Kreisen auch als „Frühe Scheurebe“ bekannte Rebsorte ist in den 30er Jahren als Neuzüchtung der Bundesfor¬schungsanstalt für Rebenzüchtung aus Riesling, Silvaner und Müller-Thurgau in der Pfalz entstanden und nimmt heutzutage rund 2% der Rebfläche Deutschlands ein.

Die aus der Traube gewonnenen, hell- bis grüngelben Weine sind leicht bis mittelkräftig, aromatisch und fruchtig, allerdings fehlt es ihnen manchmal wie schon gesagt etwas an Säure. Reife Bacchus-Weine können reich an Extrakten, fruchtig und bukettbetont sein.

Gewächse mit hohem Mostgewicht und ausreichender Säure können an einen Riesling erinnern und einen dezenten Muskatton aufweisen (manchmal denkt man dabei sogar ein klein wenig an Kümmel).

Das blumige Muskataroma erinnert mitunter an die Scheurebe, was auch den oben erwähnten Zweitnamen erklärt.

Frühreife Traube mit hohem Reifegrad

Die Rebsorte Bacchus verdankt ihre Popularität unter Winzern vor allem der Tatsache, dass sie im Gegensatz zum Riesling eine frühreifende Traube ist, die sehr hohe Reifegrade erreicht.

Aus diesem Grunde kann sie auch dort angebaut werden, wo es für Deutschlands weiße Traube Nummer eins, den Riesling, weitgehend ungeeignet ist. Zu kalte, Nässe stauende Böden vertragen die Bacchus Reben schlecht.

Die Beeren sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein, da sie anfällig für Sonnenbrand sind.

Gegen Winterfröste sind die Reben der Rebsorte Bacchus hingegen weitestgehend unempfindlich, nur Spätfröste können ihr schaden. Die Trauben der Rebsorte Bacchus stehen dicht beieinander und erreichen eine mittlere Größe.

Die in der Regel leicht oval geformten Beeren haben eine gelbgrüne Färbung. Die aus ihr gewonnenen Weine sind allerdings nur dann aromatisch und fruchtig, wenn das Lesegut völlig ausgereift ist.
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Wein-Kolumne: Der Snack zum Wein …muss nicht sein

Bei Rebe und Traube sind wir wieder fündig geworden und haben dieses wunderschöne Stück gefunden:

Jenseits der € 1,99  – Aus einem Leben als Unwissender – Teil 10

von William Powell

Hand aufs Herz – sollte man zu Wein etwas essen? Nein – es geht jetzt nicht darum, ob man Rotwein zu Fisch oder weißem Fleisch vertretbar findet, sondern ob und was man zu Wein im Generellen reicht.

Natürlich gibt es zahlreiche Gelegenheiten, zu denen man nicht mal ansatzweise auf die Idee kommt,

Knabbereien zum Rotwein zu reichen – vor allem, wenn du um zwei Uhr Nachts im stockdunklen Garten eines Freundes sitzt, der gerade den Korken mit einem Akkuschrauber und einer Zange entfernt hat. Und der Gläser ohnehin für überflüssiges Dekor hält. Die kleine Käseplatte käme da schon etwas überraschend.

Aber eigentlich ist es genau das, denn offen gestanden, finde ich die kleine Käseplatte immer überraschend.

Warum sollte ich mir häppchenweise Gruyere oder mittelalten Gouda zum halbtrockenen Riesling reinpfeifen? Davon abgesehen, dass sich meine Finger hinterher in einem olfaktorisch eher weniger schönen Zustand befinden.

Und da soll mir keiner erzählen, dass ich ja gerne die mitgelieferte Mini-Gabel zum Aufspießen verwenden könnte. Entschuldigung, aber spätestens nach dem dritten Mal Zugreifen lass ich die doch liegen. Continue Reading

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Weinwissen: Das Piemont

Eine der schönsten Gegenden mit den besten Weinen: das Piemont. Gefunden haben wir diesen lesenswerten Beitrag bei Rebe und Traube.

Piemont – der Norden ruft

Bei Italien denkt man sofort an Sonne, Strand und Meer. An Pizza und Pasta. Und an das typische italienische Temperament und den so unvergleichlichen Charme der Italiener. Doch Italien hat so viel mehr zu bieten als nur das. Das Piemont zum Beispiel verfügt neben eindrucksvollen Landschaften auch über einige der besten Weine Italiens.

Piemont – wo und was

Das Piemont ist eine Region im Nord-Westen Italiens gelegen, sozusagen am oberen linken Rand des Stiefels. Der Name Piemont bedeutet soviel wie „am Fuß der Berge“ und beschreibt damit perfekt die wunderschöne Landschaft dieser Region. Im Südosten des Piemont liegt das hauptsächlich landwirtschaftlich genutzte Hügelland. Dort wachsen die Trauben der berühmten Piemont-Weine Barolo, Barbaresco und Barbera auf einer Höhenlage von bis zu 750 Metern.
Turin ist die Hauptstadt des Piemonts. Gesprochen wird italienisch sowie die Regionalsprache Piemontesisch.

Die Provinzen

• Alessandria
• Asti
• Biella
• Cuneo
• Novara
• Verbano-Cusio-Ossola
• Vercelli
• sowie die Metropolitanstadt Turin
bilden die Region Piemont.

 
Das Piemont in der Geschichte

• Der Anfang der Geschichte des Piemont liegt in der Spätantike, genauer gesagt beginnt die Geschichte dieser eindrucksvollen Gegend mit dem Zerfall des römischen Reiches.
• Im Mittelalter war das Piemont Teil des Königreichs Sardinien-Piemont.
• 1798 Ausruf der Piemontesischen Republik in Turin durch Frankreich.
• 1799 Auflösung der Piemontesischen Republik durch österreichisch-russische Truppen.
• 1800 Eroberung des Piemonts durch Napoléon Bonaparte. Der neue Name: Subalpinische Republik.
• 1802 Annektierung durch Frankreich während der Neuordnung Italiens.
• 1814/1815 Wiedervereinigung mit dem Königreich Sardienien-Piemont
• 1815 Wiederherstellung der Herrschaft des Hauses Savoyen über den Piemont, Savoyen, Nizza und Ligurien durch den Wiener Kongress
• Piemont wird die Spitze der Einigungsbewegung.
• 1859 Schlacht von Solferino. Piemonteser und Franzosen schlagen Österreich vernichtend.
• 1861 Viktor Emanuel II. wird König von Italien
• 1946 Ausrufung der italienischen Republik. Abschaffung des Hauses Savoyen.
• 1948 Inkrafttreten der italienischen Verfassung mit anschließender Dezentralisierung.
• 1970 Schaffung der neuen Region Piemont.
Piemont und sein Wein

Die Hauptanbauflächen der Piemont-Weine befinden sich in den Provinzen Vercelli, Torino, Cuneo, Asti und Alessandria und umfassen rund 47.314 Hektar Rebfläche. Im Jahr 2014 wurden darauf ca. 2.402.000 Hektoliter Wein erzeugt.

Der Weinbau im Piemont gliedert sich in 4 Unterkategorien:

• Piemonte „Il Monferrato“
• Piemonte „L’Astigiano“
• Piemonte „Il Nord“
• Piemonte „Le Langhe“.
Im Piemont finden sich insgesamt 58 DOC- und DOCG-Gebiete. Beim DOCG-Siegel handelt es sich um die begehrteste Auszeichnung Italiens, welche ein Wein erhalten kann.
• DOC = Denominane di origine = kontrollierte Herkunftsbezeichnung.
• DOCG = Denominazione di Origine e garantita = Qualitätsgarantie.
Die 58 DOC- und DOCG Weine

An DOC-Weinen gab es im Jahr 2014 im Piemont 42 Sorten.
Alba Albugnano, Barbera d’Alba, Barbera des Monferrato, Boca Bramaterra,
Calosso Canavese, Carema, Cisterna d’Asti, Colli Tortonesi, Collina Torinese,
Colline Novaresi, Colline Saluzzesi, Cortese dell’Alto Monferrato, Coste della Sesia, Dolcetto d’Acqui, Dolcetto d’Alba,
Dolcetto d’Asti, Dolcetto di Ovada, Fara Freisa d’Asti, Freisa di Chieri, Gabiano,
Grignolino d’Asti, Langhe Lessona, Loazzolo Monferrato, Nebbiolo d’Alba,
Piemonte Pinerolese, Rubino di Cantavenna, Sizzano Strevi, Terre Alfieri,
Valli Ossolane, Valsusa, Verduno Pelaverga, Grinolino del Monferrato Casalese
Malvasia di Castelnuovo Don Bosco, Malvasia di Casorzo d’Asti
Die 16 DOCG-Weine im Jahr 2014 waren

Alta Langa, Asti, Barbaresco, Barbera d’Asti, Barolo, Brachetto d’Acqui, Dolcetto di Dogliani, Dolcetto di Diano d’Alba, Dolcetto di Ovada Superiore, Erbaluce di Caluso, Gattinara, Gavi, Ghemme, Roero, Ruché di Castagnole Monferrato, Barbera del Monferrato superiore

Der Schwerpunkt des Weinanbaus liegt in der Hügellandschaft der Langhe, in deren Nähe sich auch die Stadt Alba befindet. Alba ist nicht nur berühmt für die in seiner Nähe angebauten Weine, sondern auch für seine weißen Trüffel. Auch einige der bekanntesten Hersteller von Vermouth, welcher bekanntlich zu 70 % aus Wein besteht, finden sich im Piemont. So zum Beispiel Cinzano und Marini & Rossi. Im Piemont finden sich jedoch nicht nur gute Weine, Trüffel und Vermouth, auch für Haselnüsse und Käse wie den Castelmagno ist das Piemont bekannt.

 
Weingüter

Für Weinliebhaber bieten viele der Weingüter im Piemont die Möglichkeit zum Besuch. Dort erwarten den Genießer Verkostungen, Führungen und der einzigartige italienische Charme der Winzer.
Weingüter mit Übernachtungsmöglichkeit

Fattoria La Quercia Rossa in Moncalvo d’Asti
Im wunderschönen Ort Moncalvo d’Asti befindet sich das Weingut Fattoria La Quercia Rossa inmitten der Langhe-Hügel. Mit seinem Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert liegt das Weingut inmitten von Haselnussplantagen und verzaubert mit einer einmaligen Aussicht auf die umliegende Landschaft. Produziert und verkauft werden auf Fattoria La Quercia Rossa Wein, Grappa, Nüsse, Marmelade und vieles mehr. Das Weingut verfügt über 9 Gästezimmer mit Klimaanlage, TV und Internetanschluss. Auch finden sich auf diesem kinderfreundlichen Anwesen ein Pool sowie ein Fahrradverleih, welcher zur Erkundung der Gegend mit dem Drahtesel einlädt. Angeboten werden auf Fattoria La Quercia Rossa Weindegustationen, Verkostungen, Besichtigungen des Weinkellers sowie Führungen in den Weinbergen.
Cascina Barcè bei Alba
Das Weingut der Familie Piazzo liegt malerisch gelegen inmitten von Barbaresco-Weinbergen. Das Weingut verfügt über 9 Gästezimmer, 1 Appartement und 1 Suite. Alle ausgestattet mit Klimaanlage, TV und Internetanschluss. Alle öffentlich zugänglichen Räume sowie eines der Gästezimmer bieten behindertengerechte Standards. Für die Erkundung der Umgebung stehen den Besuchern ein Fahrradverleih sowie ein Motorroller-Verleih zur Verfügung. Angeboten werden auf dem Piazzo-Weingut Weinproben von Barbera, Barolo, Barbaresco und mehr.
Weingüter ohne Übernachtungsmöglichkeit

• Weingut Vietti in Castiglione Falletto
• Weingut von Domenico Clerico in Monforte d’Alba
• Weingut von Giacomo Conterno in Monforte d’Alba
• Weingut von Luciano Sandrone in Barolo
und viele mehr.
Weitere Reisehighlights des Piemont

Castiglione Falletto

Castiglione Falletto ist eine Weinbaugemeinde mit rund 700 Einwohnern in der Hügellandschaft der Langhe. Sehenswert ist hier neben den Weingütern auch die alte Festung aus dem 13. Jahrhundert.
Roddino
Der kleine Ort Roddino liegt zwischen Correto Langhe und Monforte d’Alba. Die kleine Weinanbau-Gemeinde umfasst rund 400 Einwohner und bietet eine grandiose Aussicht über die Langhe.

 
Grinzane Cavour

Nur einige Kilometer von der Stadt Alba entfernt befindet sich der Ort Grinzane Cavour, welcher vor alle für seinen Weinanbau und seine imposante Burg bekannt ist. In ihr befindet sich auch die Enoteca des Piemont mit interessanter, sehr informativer Weinausstellung und einer Verkostung der besten Weine des Piemont.

Alba

In der Altstadt von Alba locken diverse Märkte unter anderem mit offenem Wein.

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Weinwissen: So baut man an bzw. aus

Der Ausbau des Weines wird auch Reifen des Weines genannt. Der Ausbau des Weines bezeichnet dabei streng genommen alle kellerwirtschaftlichen Arbeiten zwischen der Gärung und der Abfüllung des Weines. Die Reifung des Weines dient dazu, dass sich der Wein in seiner Struktur und seiner Komplexität weiterentwickeln und so sein volles Potenzial entfalten kann.
Der Ausbau der einzelnen Weine unterscheidet sich in mehreren Faktoren, zunächst jedoch in der Art der Lagerung. Je nach Qualität, Stilistik, Tradition und Rebsorte werden hier verschiedene Lagerungsmethoden eingesetzt.

Die Lagerungsmethoden beim Weinausbau
 Die Lagerung im Barrique Fass
 
Von der Barriquelagerung spricht man, wenn der Wein in einem speziell präparierten Eichenfass gelagert wird.  Continue Reading